Tischdekoration

 

HAARSCHARF AN OSTERN VORBEI.

 

Uups, ich habe Ostern verpasst. Also nicht wirklich. Nur deko-technisch. Ich war so konzentriert auf die Organisation eines Dinners am Ostersamstag, dass ich erst nachher richtig kapiert habe, dass Ostern ohne mich stattgefunden hat. 

 

Anfangs hatte ich tatsächlich ein schlechtes Gewissen. Wie kann mir das passieren? Ostern ist doch Deko-Hauptsaison! Doch mittlerweile bin ich richtig erleichtert: Endlich habe ich mal keinen After-Easter-Stress, der mich manisch zwingt, nach den Feiertagen alle Hasen, Hühner und Eier umgehend wieder verschwinden zu lassen. 

Stattdessen genieße ich immer noch die Frühlingsdekoration vom Osterdinner. Sie ist so neutral, dass sie locker bis Herbst ihren Dienst tut. Es ist zwar sehr unwahrscheinlich, dass ich bis dahin meine Hände still halte, aber das Gefühl, nicht zu müssen, ist einfach wunderbar.

 

Die Hauptfarben der Deko sind Grün und Schwarz. Für ein bisschen Glamour eine Prise Gold. Damit es nicht zu dramatisch wir ein paar natürliche Farbtöne und ein frisches Weiß.

Verwendet habe ich modernes schwarzes und weißes Geschirr, goldenes Besteck, Servietten aus naturbelassenem Leinen, Vintageteile aus Holz und Bambus, goldene Windlichter, Tischsets aus Bast, weiß-grüne Tulpen und Aspidistrablätter in hohen grünen Glasballonflaschen.

 

 

Die Menükarten sind auch gleichzeitig Tellersets. Dafür habe ich das Menü auf weißem Papier ausgedruckt (Word-Dokument), mit Sprühkleber auf die Rückseite einer farblich passenden Tapete geklebt und dann ausgeschnitten.

 

Jeder Platz ist mit einem kleinen Schälchen Tomatenbutter und einem knackigen Baguettebrötchen ausgestattet. Sie sind mit braunem Pergamentpapier abgedeckt oder eingeschlagen und mit einem Rosmarinzweig dekoriert. Das Pergamentpapier hält beides länger frisch und Rosmarin verströmt einen angenehmen, appetitanregenden Duft.

 

 

Traut Euch bei der Tischdekoration auch in die Höhe zu arbeiten. Damit die Dekoration nicht stört, setze ich die größten Schwerpunkte gerne an die beiden Enden eines Tisches. Sollte dort jemand sitzen, setze ich stattdessen eine mittelhohe Deko-Insel genau in die Mitte der Tafel.

 

 

Die Servietten waren ein Schnellschuss. Ich hatte noch ein Stück naturbelassenen Leinenstoff, den ich in 40 x 40 cm große Stücke zerschnitten habe. Dann habe ich Fäden so lange an den Rändern herausgezogen, bis 2 cm lange Fransen entstanden sind. Das sieht nicht nur hübsch aus, sondern verhindert auch, dass sich der Stoff auflöst. 

Zum Schluss habe ich die Kanten der Servietten mit einem einfachen Zickzackstich abgesteppt, damit sie auch eine Wäsche in der Waschmaschine unbeschadet überleben.

 

TIPP 

Ich versuche in die Planung der Tischdekoration auch immer die Umgebung mit einzubeziehen und die Farben und Materialien in der Inneneinrichtung des Raumes wieder auftauchen zu lassen. Das schafft eine konsistente Szenerie und tolle Atmosphäre.

Das Deko-Highlight: Ein naturbelassenes Haustier.

 

Liebe Frühlingsgrüße

 

Gabriele